Wie wurden wir aktiv?

Ob direkte Entscheidung oder Zufall - die Wege auf denen unsere Mitglieder in unseren Bund kamen und kommen, sind so verschieden, wie die Mitglieder selbst.

An dieser Stelle wollen wir Dir einige dieser Wege vorstellen. Vielleicht beginnt ja irgendwann Dein Bericht mit den Worten: "Ich surfte auf der Homepage der L! Slesvico-Holsatia ..."


So wurde ich aktiv ...

Markus Berwanger, SS 1984 - Sind Sie Student?

Im Spätsommer 1983 war ich das erste Mal in Kiel, um mich zu immatrikulieren und ein Zimmer zu besorgen. Letzteres fand ich in einem Studentenwohnheim. Dann fuhr ich zurück in meine Heimatstadt Saarbrücken, um die letzten Monate meines Praktikums abzuleisten.

Anfang 1984 kam ich dann, vollgepackt wie ein Esel, mit dem Zug in Kiel an. Mich erwartete ein Riesenschreck. Denn mein Zimmer im Studentenwohnheim war weg. Ein "Härtefall" bewohnte es jetzt und erst in einem Monat könne ich ein anderes Zimmer kriegen.

Ich brachte mein Gepäck in ein Schließfach am Bahnhof und schlenderte ziellos durch die Stadt. Ich war gelinde gesagt verzweifelt. Allein in einer fremden Stadt und kein Dach über dem Kopf. Dann hatte ich eine Idee. Vielleicht gab es an der Uni auf irgendeinem schwarzen Brett irgendeine Zimmerannonce.

Während ich an der Bushaltestelle auf die Linie 12 wartete, stand neben mir ein Typ mit einem Buch in der Hand. Ich weiß nicht warum - vielleicht wollte ich nur mit jemandem reden - aber ich fragte ihn einfach: "Sind Sie Student?" Auf sein "Ja" brach mein Wortschwall los. Er hörte mir die ganze Zeit zu und gab mir am Ende eine Telefonnummer.

Ich rief dort an und eine Stunde später hatte ich ein Zimmer auf dem Verbindungshaus der alten Slesvico-Holsatia im Forstweg. Ich blieb auch nach vier Wochen auf dem Haus und wurde einige Zeit später aktiv. Eine Entscheidung, die ich mir reiflich überlegt und bis heute nicht bereut habe.

In vielen Gesprächen habe ich meine heutigen Bundesbrüder kennen und schätzen gelernt. Meine anfänglichen Vorurteile, auch gegenüber der Mensur, beruhten insgesamt auf reiner Unkenntnis. Und so freue ich mich heute, Teil eines Gemeinschafts- und Freundeskreises zu sein, der auch dann noch funktioniert, wenn man fern von Kiel seine Arbeit und Familie gefunden hat.

 

Sebastian Baltz, SS 2000 - Willkommen auf dem Haus

Ich bin im Sommersemester des Jahres 2000 bei den Schleswig-Holsteinern aktiv geworden.

Mein WG-Mitbewohner und Freund Knut Sundermann nahm mich ein paar mal mit auf das Verbindungshaus. Das Verbindungsleben machte mir sogleich Spaß und die Schleswig-Holsteiner vermittelten mir das Gefühl, willkommen zu sein. Anfangs wusste ich jedoch weder, was eine Studentenverbindung ist, noch, wie man dort Mitglied werden konnte.

Durch meine Unsicherheit traute ich mich deshalb auch nicht, die Jungs zu fragen, ob ich aktiv werden könnte. Nach einigen Wochen fragte mich schließlich einer der Schleswig-Holsteiner anlässlich der Antrittskneipe, ob ich nicht Mitglied werden wolle.

So wurde ich noch während der Kneipe feierlich bei den Schleswig-Holsteinern aufgenommen und meine neuen Kameraden nahmen mich freundschaftlich in ihre Mitte. Der weitere Abend verlief mehr als feucht-fröhlich und bleibt für immer in bester Erinnerung.