Online-Logbuch - 3. Woche

Sonntag, 16.08.2009

Morgens: Ormos Skintos - Dhokos
Abends: Hafen Poros - Poros
Strecke: 27 sm (Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterGoogle Maps Link)
Wind: 5-7 Bft. (Hallo, Meltemi, Dich gibt's immer noch)
Wetter: Was Besonderes - Sonne für eine ganze Minute hinter einer Wolke.

Vorkommnisse:

Es war goldrichtig die Flaute zum Hochkommen auszunutzen...

8:30 Auslaufen aus der idylischen Bucht. Die nächtliche Ruhe, die wir genossen hatten schien wie vor dem Sturm gewesen zu sein. Außerhalb der Bucht erwarten uns meterhohe Wellen und 5-7 Bft Wind. Mühselig kreuzen wir uns mit Taschentuchbesegelung nach Poros. Besonders auf dem offenen Meer sind einige Wellen für unser nicht zu kleines Schiff einfach zu groß. Bloß aufpassen! Nur manchmal geht auch das nicht. Dann lieber (wenn möglich) Landabdeckung suchen. Nicht umsonst ist man gut beraten, genug Zeit einzuplanen um aus den Kykladen nach Athen zurückzukommen.

Ein pittoreskes am Hang gelegenes Hafenörtchen erwartet uns. Ebeso der letzte freie Anlegeplatz an der nördlichen Hafenmole. Welch ein Glück. Erste Erkundungstouren zum hochgelegenen Glockenturm bescheren uns einen grandiosen Ausblick über die Landschaft. Nerijus pflückt ganz mutig eine Kaktusfrucht wobei ihm die Stacheln ordentlich piecken. Mit freundlichen Tips der Einheimischen lassen sich die Stacheln aber leicht wieder entfernen. Die Frucht schmeckt interessant. Ihr angeblicher Vitamingehalt verpflichtet uns zu einer Probe. Nur die vielen kleinen und sehr harten Kerne sind doch lästig.

Am Abend bekommen wir im bergig gelegenen Terassenrestaurant den besten Platz zugewiesen. Zum Verzehr werden schmackhafte Vorspeisenplatten gereicht. Später Moussaka und griech. Schweinefilet. Wir sind ausreichend gesättigt. Für 4 von uns gibt es zum Nachtisch eine (kleine!) Flasche Ouzo. TomTom und Gerd ordern Metaxa. Die Kognak-Schwenker sind bis zur Hälfte gefüllt. Ein wahrer Schlummertrunk auf unsere vollen Mägen. Vermeintliche Partygelüste werden von Müdigkeit überschattet und wir steigen in unsere Kojen.



Montag, 17.08.2009

Morgens: Hafen Poros - Poros
Abends: Hafen Poros - Poros
Strecke: ./.
Wind: 5-7 Bft. (ein normaler Arbeitstag für den Chef Meltemi)
Wetter: Copy&Paste.

Vorkommnisse:

Wir bleiben noch ein Tag im Hafen. Die morgentliche Ruhe wird immer wieder von den ab- und anlegenden Motorbooten oder Yachten unterbrochen. Es stört uns aber nicht weiter. Wirkt die griechische Gelassenheit bereits auf uns?

Westi versucht die Bordkasse aufzubessern. Als es doch nicht klappt, macht er sich mit TomTom und Gerd auf den Weg zu den Tempelruinen. Vielleicht sind die Götter der Antike doch noch gnädig. Nerijus aktualisiert die Seite.

Die Wanderung zu den kläglichen Überresten des Poseidontempels beginnt mit einer Taxifahrt. Die vermeintlichen 10 km entpupen sich auf dem Tacho des Taxis als genau 5 km, so dass wir nach dem Studium einzelner Reste verschiedener Säulen-Kapitelle zurück zum Schiff wandern. Unterwegs gibt es noch eine Taverne in der Zeit für ein Bier, etwas griechischen Salat und Zaziki bleibt. Zurück auf dem Schiff werden noch ein paar Einkäufe erledigt.

Nach reiflichen Überlegungen bezüglich der Abendgestaltung beschließen wir nochmal Essen zu gehen. Die Wahl fällt auf einen italienischen Griechen. Interessant und schmackhaft zugleich! Trotz des Planes am nächsten Morgen sehr zeitig auslaufen zu wollen schlendern wir noch ein wenig durch den Ort auf der Suche nach dem ein oder anderen Absacker. Den ersten gibt es in einer idyllischen Taverne mit griechischer Musik. Dort lassen wir uns von der Inhaberin Elsa und ihrer Freundin beraten, wo man noch Tanzen gehen könnte. Eine internationale sowie eine typisch griechische Empfehlung wird ausgesprochen. Wir testen natürlich beides. In der griechischen Disco treffen wir Elsa und ihre Freundin wieder. Das Tanzbein wird geschwungen. Ein überaus heiterer Abend der sein Ende gegen 4:00 Uhr morgens findet.



Dienstag, 18.08.2009

Morgens: Hafen Poros - Poros
Abends: Hafen Epidavros - Palaia Epidavros
Strecke: 19 sm (Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterGoogle Maps Link)
Wind: 1-3 Bft. (hat sich Meltemi schon verabschiedet?)
Wetter: ohne Wind ist es wie in einer Sauna.

Vorkommnisse:

Die geplante Abreisezeit wird eingehalten.
Tom Tom steht punkt 8:00 Uhr auf und weckt die Mannschaft. Kein leichtes Unterfangen, nach den nächtlichen Discostrapazen, die ja erst vor 4 Stunden geendet haben. Ein nasses Handtuch sowier die Androhung einer Pütz in die Koje lassen uns dann doch recht schnell aus dem Bett kommen. Bei flautiger Fahrt steuern wir Epidauros an. Poseidon scheint es gut mit uns zu meinen. Die ruhige See erlaubt dem ein oder anderen doch noch etwas ruhigen Schlaf. Es bleibt gerade noch genug Wind um die Segel aufzupusten. Nerijus setzt das Dingi aus, von dem aus ein paar tolle Bilder unserer Yacht unter vollen Segeln entstehen. Schließlich schläft der Wind doch ganz ein und wir werfen den Motor an.

Die Luft ist verdammt heiß. Ein Sprung ins 400 m tiefe, glasklare und doch etwas erfrischende Wasser schafft da Abhilfe. Einlaufen in Epidauros gegen 16:00 Uhr. Ein paar Ortserkundungen. Arbeiten an der Homepage. Später wird an Bord ein Chili con Carne zubereitet, um die Dosenvorräte noch etwas zu reduzieren.

Überraschung des Tages (Hafenmeister): die Hafengebühr für unser Schiff ist 2,25 Euro.

Nein, Nerijus hat keine Cousine in Griechenland, aber wir sind zum Abendessen mit den einheimischen Vera und Gustav verabredet. Es wäre schön gewesen auch Krissi und Sven anzutreffen, aber sie sind leider vor zwei Wochen abgereist. Ein fröhlich gemütlicher Abend beginnt...



Mittwoch, 19.08.2009

Morgens: Hafen Epidavros - Palaia Epidavros
Abends: Hafen Epidavros - Palaia Epidavros
Strecke: ./.
Wind: 1-3 Bft.
Wetter: Sommer pur.

Vorkommnisse:

Das antike Theater und die Kultstätte des Heilgottes Asklepios...

Der Abend des vorherigen Tages ging in den heutigen Morgen über. Wir haben eine neue griechische Spezialität den Zipperlo kennengelernt. Ein äußerst wohlschmeckender Trester, der uns gegen Mittag dieses Tages eine Frühstücksmahlzeit einnehmen lässt. Danach werden dringende Erkundigungen eingeholt, wie wir am günstigsten zu den epidaurischen Kultstätten und dem berühmten Amphietheater kommen. Ein Taxi für 40,- €, welches uns lediglich 1h Besichtigungszeit lässt, fällt aus. Die Alternative scheinen uns ein paar Mofas. Leider gibt es nicht mehr genug. Ein Kleinwagen für 45,- € ist ein Geschenk der Auto- und Mofavermietung. Es bietet günstigen Komfort und Flexibilität. Die kultischen Orte sind nur 13 km entfernt. Nerijus fährt mit dem Kleinwagen die Strecke zweimal um den Kulturbeauftragten und sein Gefolge zum Kulturtrip zu befördern.

Im guterhaltenen, riesigen Amphietheater testen wir mittels verschiedener Geldmünzen die Akkustik. Die Reiseführer behalten recht.  Einige Stunden
pilgern wir durch antike Trümmer, die Kultstätten einer frühen Hochkultur. Westi begeistert sich an der antiken Architektur während Gerd fasziniert die Reste des Askleption in Augenschein nimmt. Auf der Rückkfahrt zum Schiff kauft Nerijus 5 kg frische Orangen am Straßenrand. Grundlage für den Cocktail des Abends. Frisch gepresster O-Saft auf Eis mit einem guten Schuss Wodka.

Am Abend bekommen wir Besuch von Vera und Gustl. Die schon am Vorabend zubereitete Waffe aus der Konbüse (das grandiose Chili) wird auf den Tisch
gezaubert, dazu ein paar Kartoffeln gegart. Vera und Gustl haben noch einige einheimische Getränke sowie ebensolche Vorspeisen im Gepäck. Die grandiose
Gemütlichkeit und Geselligkeit an Bord in dieser lauen Nacht lässt sich schwer beschreiben. Es war einfach wunderschön.



Donnerstag, 20.08.2009

Morgens: Hafen Epidavros - Palaia Epidavros
Abends: Ormos Peranis - Salamina
Strecke: 23 sm (Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterGoogle Maps Link)
Wind: 1-5 Bft. (ein moderater Meltemi mit Böhen)
Wetter: ein paar (Rauch)Wolken über dem Festland.

Vorkommnisse:

Ab zu der letzten Bucht...

Die geplante Abreisezeit von 10 Uhr verschiebt sich auf 12 Uhr. Für ein paar Crewmitglieder hatte der gemütliche Abend noch Anschluss bis etwa 7 Uhr morgens... In aller Gelassenheit trinken wir noch Kaffee unter einer Schatten spendenden Pinnie an der Hafenpier.

Ein kurzer Trip mit dem Schiff bringt uns in die Nachbarbucht des neuzeitlichen Epidaurus. Hier sollen im Meer noch versunkene Spuren des einstigen Epidaurus zu finden sein. Die Exkursion nach diesen Stätten bleibt leider erfolglos. Nichts zu sehen.

Unter Segeln sowie auch gelegentlich unter Maschine geht es weiter Richtung Athen. Auf Salamis finden wir am späten Nachmittag eine Ankerbucht. Ein letzter Sprung ins Wasser und ausgiebiges Baden. Westi und Gerd machen sich danach an die Zubereitung des Abendessens. Wir haben nicht mehr viel Vorrat. Resterverwertung! Aus Knoblauch, einer Konserve Dosenwurst und Oliven lässt sich auf der Grundlaage von Tomatenmark ein geschmacklich interessantes Sößchen bereiten, das zu reichlich Nudeln verzehrt wird. Die Vorräte an Tomatenmark lassen sich allerdings nicht aufbrauchen. Wir hätten damit die Ägäis einfärben könnnen. Wer hat das bloß alles gekauft? Ein letztes Mal Ankerwache in einer böigen aber trotzdem sicheren Bucht.



Freitag, 21.08.2009

Morgens: Ormos Peranis - Salamina
Abends: Marina Alimos Kalamaki - Athen
Strecke: 10 sm (Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterGoogle Maps Link)
Wind: 4-7 Bft. (ein frischer Meltemi mit Böhen)
Wetter: ein paar (Rauch)Wolken über dem Festland.

Vorkommnisse:

Die Crew und das Schiff heile, gesund und munter um 13:00 Uhr im Heimathafen...

 

 



Samstag, 22.08.2009

Morgens: Marina Alimos Kalamaki - Athen
Abends: zu Hause - Berlin, Itzehoe, Kiel...
Strecke: 2000 km (Google Maps Link)
Wind: 5-7 Bft. (auf Wiedersehen Meltemi)
Wetter: Sonne.

Vorkommnisse:

Abreise...

 

 


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